Mein Weg mit VIN III (Jännner 2024)
Da ich schon viele Berichte im Internet gelesen habe, möchte ich es nicht versäumen, auch meine Erfahrungen nach einer VIN III Diagnose zu veröffentlichen.
Im März 2023 habe ich die Diagnose VIN III, mittels einer Stanzbiopsie im Spital erhalten.
Das war ein Gefühl wie wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Im Spital hatte ich dann ein Aufklärungsgespräch, wo mir eine OP unabdingbar empfohlen wurde ….und dann wurde mir der OP-Verlauf dargelegt. Es wurde mir das Gebiet eingezeichnet, was “weg muss“. D.h. ich hatte auch an der Klitoris eine Stanzbiopsie zu erwarten und der Bereich war sehr großzügig eingezeichnet. Was für ein Schock!!
Die kommenden Wochen bis zum OP-Termin waren psychisch für mich und meinen Lebensgefährten katastrophal.
Dann kam der offizielle Termin für das OP-Einwilligungsgespräch. Dieses Gespräch ist allerdings so unempathisch und absolut nüchtern über die Runden gegangen, was uns sehr schockierte. Es war eine reine Abhandlung der üblichen Fragen.
Bei Nachfragen meinerseits bezüglich Sexualität stand mir eine irritierte junge Ärztin gegenüber und war ratlos .
Völlig verstört sind mein Lebensgefährte und ich aus diesem Gespräch gegangen.
Die nächsten Tage verbrachte ich damit, Informationen zu sammeln über VIN III.
Bei meinen Recherchen im Internet stieß ich auf Prof. Speiser in Wien.
Ich muss zugeben oder betonen, dass ich doch große Hemmungen hatte, die Ordination zu kontaktieren. Aber die Ordination Mitarbeiterin hat mir beim ersten Kontakt meine Bedenken und Ängste nehmen können. Das Telefonat war sehr empathisch und zugleich professionell, sodass ich mich sofort gut aufgehoben gefühlt habe. Auch ging die Terminvereinbarung sehr schnell.
Dann war es soweit, ich saß Prof. Speiser gegenüber und fühlte mich vom ersten Moment an richtig gut aufgehoben und verstanden. Ich fragte ihn nach der „Aldara Therapie“.
Die habe ich auch schon in Salzburg erfragt, mir wurde aber nur trocken gesagt, dass diese Therapie für mich nicht in Frage kommt!!
Mir persönlich war der Versuch aber sehr viel wert, weil ich dachte, man kann später immer noch operieren, da ja kein großer Zeitdruck bei VIN III ist.
Prof. Speiser war bezüglich einer „Aldara Therapie“ sehr offen und sagte mir, dass, wenn es nicht anschlagen würde, man immer noch operieren könnte.
Es folgte eine unglaublich gründliche Untersuchung, mir wurde alles gut und einleuchtend erklärt.
Als ich die Praxis verließ, waren meine diffusen und belastenden Ängste mit einem Schlag weg.
So hatte ich zwölf Wochen die Aldara Creme gewissenhaft und pünktlich angewandt.
Im Juni 2023 erfolgte eine neue Kontrolluntersuchung von Prof. Speiser.
Leider war die VIN III immer noch da, obwohl ich es äußerlich als besser empfand.
Bei dieser Untersuchung fragte mich Prof. Speiser, ob er das hier und gleich ambulant operieren dürfte und ich habe mich sofort dazu entschlossen zuzustimmen.
Es wurden zwei Nähte gesetzt und an meiner Klitoris musste nichts gemacht werden.
Ja das war schon am Anfang bei meiner ersten Untersuchung bei Prof Speiser klar, im Gegensatz zur Diagnose in Salzburg, dass meine Klitoris unversehrt bleiben würde
Nach dem Verlassen der Praxis und in den nachfolgenden Tagen hatte ich sehr geringe Beschwerden, keine Blutung und überhaupt habe ich keine äußerlichen Veränderungen feststellen können. Bald schon war ich ganz ohne Symptome.
Im Dezember 2023 hatte ich wieder eine Kontrolluntersuchung. Dann kam der Satz von Herrn Professor Speiser: kein Hinweis mehr auf VIN III.
Ich habe es nicht fassen können, dass ich als Frau unten ganz geblieben bin und bin darüber sehr glücklich.
Nicht daran denken möchte ich das, wenn ich nicht Herrn Prof. Speiser als geschickten Operateur gefunden hätte, mein Leben jetzt anders aussähe.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich von Prof. Speiser behandelt worden bin und auch mein Partner ist sehr dankbar dafür, da unser Leben jetzt wieder lebenswert ist!
Mein Resümee ist:
Auf jeden Fall sich kundig machen und mehrere Meinungen in so einem delikaten und psychologisch schwerwiegenden Thema einzuholen.
Da VIN III eine Krankheit ist, die zeitlich nicht schnell fortschreitet, bin ich froh, dass ich mich nicht auf die OP eingelassen habe und jetzt auch mit einer milderen Behandlung geheilt zu sein scheine.